Posted on September 5th, 2009 at 6:13 by jaffa
Die Tiefsee, die unterste Schicht der Ozeane, macht mit 85% den größten Teil des Lebensraums Meer aus. In völliger Dunkelheit liegend ist sie einer der letzten Orte für Geheimnisse auf der Erde. Wir wissen mehr über den Mond als über die tiefsten Tiefen der Meere. Nur etwa 5 Prozent des Meeresbodens wurde bisher mit einem gewissen Maß an Detail abgebildet. Wegen des Mangels an Licht ging man lange Zeit davon aus, dass Leben dort kaum zu finden sei. Das Gegenteil ist der Fall. Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde. Schätzungen, die Zahl dort lebender und noch nicht entdeckter Arten betreffend, schwanken zwischen zehn und dreißig Millionen.
Mit ihrem Bildband “The Deep” bringt Journalistin, Filmemacherin und Sporttaucherin Claire Nouvian einige der ungewöhnlichsten Kreaturen der Tiefsee an die Oberfläche, macht ein paar Geheimnisse sichtbar: Gespensterfische, Strahlentierchen, Riesenasseln, Riesenkalmare und einige bisher unbekannte Arten.
Nouvians Buch enthält mehr als 200 Fotografien von Tiefseelebewesen. Immerhin 26 großartige Bilder kann man in ihrer Online-Galerie bewundern, über die ich vor kurzem glücklicherweise gestolpert bin und die anzuschauen ich nur jedem empfehlen kann!
Eintauchen:
Ein kurzer 3D Film von 4 Studenten der Supinfocom Arles, Romain Jouandeau, Adrien Chartie, Gilles Mazières und Fabien Thareau, 2008.
http://www.oceansize-lefilm.com/
Sehr hübsch düster. Auch was für Fans der “Großen Alten”.
Ohne hier zuviel zu verraten.
J.
Kugelbake bei Cuxhaven-Döse,
seewärtige Begrenzung der Elbe.
J.
“Whenever I find myself growing grim about the mouth; whenever it is a damp, drizzly November in my soul; whenever I find myself involuntarily pausing before coffin warehouses, and bringing up the rear of every funeral I meet; and especially whenever my hypos get such an upper hand of me, that it requires a strong moral principle to prevent me from deliberately stepping into the street, and methodically knocking people’s hats off —
then, I account it high time to get to sea as soon as I can.”
http://www.mobydickthewhale.com/
Da meine Fotos vom Meer bei einem Laborunfall auf ungeklärte Weise ums Leben gekommen sind, muss ich mir halt anderweitig welche besorgen. Zum Trost… ![]()
“Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund.
Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.”
Jules Verne, 20.000 Meilen unter dem Meer

>> [...] Kein Weizenfeld mit milden Winde
Selbst keine Schenke mit Musik
Kein Tanz mit Weibern und Absinthen
Kein Kartenspiel hielt sie zurück.
Sie hatten vor dem Knall das Zanken
Vor Mitternacht die Weiber satt:
Sie lieben nur verfaulte Planken
Ihr Schiff, das keine Heimat hat. [...]
Ballade von den Seeräubern, Bertolt Brecht
Allzeit gute Fahrt Euch allen! ![]()
J.
weblinks:
http://www.flickr.com/photos/saltacornu/sets/At Sea
http://www.flickr.com/photos/saltacornu/sets/Ships
http://www.flickr.com/photos/pbrockhoefer/sets/Kuttern/Trawling
http://www.windjammerfreunde.de/cards