Wenn ihr demnächst mal ein paar Minuten Zeit habt und Euch der Sinn wieder nach Abwechslung von der Routine steht, dann schaut Euch die spannenden Videos von rustyjaw an. Sei es die Tour durch die seit Jahrzehnten verlassene Navy-Base oder (mein Favorit) Glass House – da warten spannende Bilder auf Euch!
Nicht nur in Hamburg gibt es jede Menge alte Bunkeranlagen, auch in bzw. unter Schleswig-Holstein gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel in Kiel.
Über die genaue Zahl der Luftschutzanlagen in Kiel ist man sich wohl nicht ganz einig, jedenfalls kursieren im Netz unterschiedliche Angaben. Bei Einbezug sämtlicher bombensicherer Stollen und Schleusentorbunker sollen es ungefähr 120 Anlagen sein (die Zahl ist offenbar dem Buch “Bunkerwelten – Luftschutzanlagen in Norddeutschland” entnommen worden), darunter ungefähr 28 Hochbunker.
Einer davon ist der ehemalige Werkluftschutzbunker Werftstraße/Gaardener Ring: Von Gefangenen des Dritten Reiches gegen Ende des 2.Weltkrieges erbaut, sollte er Schutz für ungefähr 1000 Werftarbeiter bieten. Während des Kalten Krieges wurde der Bunker zur zivilen Luftschutzanlage umgebaut, um im Fall der Fälle Platz für ca. 1200 Personen zu bieten.
Die Projektgruppe “Unter Schleswig Holstein” des Vereins Unter Hamburg e.V. hat einen kleinen Film gedreht, der Euch auf einen Rundgang durch den Bunker mitnimmt:
Die Bilder, die Michael John Grist von japanischen Ruinen macht, zählen ja schon lang zu meinen Favoriten. Dass er auch Videos von seinen Erkundungsgängen dreht, war mir neu. Knapp 40 UrbEx-Filmchen gibt es bereits von ihm auf vimeo, eine seiner Touren habe ich mir hier mal herausgegriffen:
In einem mittlerweile verwilderten Bezirk rund zwei Stunden außerhalb Tokios hat Grist die Überreste eines alten Strip Clubs ausfindig gemacht. Als reiner Strip Club ist das Akeno Gekijo eine Seltenheit in Japan. Der Laden ist beinahe ausgebrannt, die Bühne in der Mitte des Hauptraums ist stark angekokelt. Mehr als die angeschlagene Struktur des Gebäudes haben Grist aber wohl die Moskitos zu schaffen gemacht…
Nach dem Video findet ihr auch den Link zu seinem schriftlichen Bericht über diesen “Haikyo”.
“Das Licht am Ende des Tunnels kann auch ein entgegenkommender Zug sein.” Nun ja. Die längeren Pausen hier zwischendurch sollten demnächst wieder abnehmen. Ich bemüh’ mich…
Grüße an alle und noch ein paar schicke Bilder aus dem Untergrund hinterher!
Unter-Hamburg.de hatte ich hier zwar vor nicht allzu langer Zeit schon mal verlinkt, mit einem Artikel über Gerüchte um geheime Tunnel unter St.Pauli. Auf der Seite findet sich aber noch sehr viel mehr Spannendes. Vor allem dieser tolle virtuelle Rundgang durch den Bunker unter dem ZOB Bergedorf:
Per Mausklick kann man sich durch den gesamten Bunker bewegen, einzelne Räume anschauen und sich Infos über das Gebäude anzeigen lassen. Leider ist dies mittlerweile auch die einzige Möglichkeit für einen solchen Erkundungsgang, da der Bunker 2008 einer Tiefgarage weichen musste.
High Line Posted on Juni 25th, 2009 at 9:03 by jaffa
Seit 9. Juni 2009 ist New York um eine ganz besondere Attraktion reicher: Die High Line, ein Park, errichtet auf der Trasse einer stillgelegten Bahnlinie aus den dreißiger Jahren. 2,33 Kilometer durch die lower west side von Manhattan, Grün zwischen alten Industrieanlagen. Die Bahngleise haben die Architekten einfach liegen gelassen.
So ein ganz klein bisschen Fallout-Charme hat’s, oder? Naja, doch eher “I am legend”…
Das Tokyo VR Project macht’s möglich. Die Bilder der UGround Section sind wirklich toll!
Leider scheint das Projekt nach 2006 irgendwie eingeschlafen zu sein, die anderen Bereiche sind nämlich bei weitem nicht so gut ausgestattet. Sehr schade!
Sieht aus wie aus ‘nem Film? Hab’ ich auch erst gedacht. Hat irgendwie was von 12 Monkeys. Ist aber echt. Das Foto zeigt das Hauptgebäude der Mansfield Training School in Conneticut, ein Hospital, das laut Wiki vom “Connecticut Department of Mental Retardation” geführt und 1993 wegen rechtlicher Probleme geschlossen wurde, und stammt (wie das folgende) aus dem Abandoned-Album von reivax.
Wartet’s nur ab. Wenn ich mit dem Prüfungskram hier fertig bin, dann mach ich sowas auch: In Tunneln und Höhlen rumklettern, durch Dschungel kämpfen, auf Entdeckungsreise gehen… Bestimmt.
Über die Seite www.abandonedstations.org.uk/ bin ich vor ein paar Tagen gestolpert und fand sie wirklich spannend zu erkunden. Die Bilder sind zum Teil aus der Zeit von 1977 bis 1981, die Aufnahmen haben entsprechend ein wenig gelitten; tut dem großen Ganzen aber keinen Abbruch. Außerdem bin ich über diese Seite auf Subterranea Britannica gestoßen und nun wahrscheinlich für den Rest der Woche beschäftigt… Dort findet sich nämlich eine riesige Sammlung an Informationen über den “britischen Untergrund”: Von Bunkern aus dem kalten Krieg über unterirdische Luftschutzräume, U-Bahn-Tunnel usw.!