Ach ja… GeoCities, einst eine der meistbesuchten Domains im Netz, hat gestern dicht gemacht. Sämtliche dort gesammelten Daten werden unwiderruflich gelöscht – soweit das nicht schon geschehen ist.
Was da alles den digitalen Mahlstrom hinuntergeht: Jede Menge unheilige animierte GIF-Bildchen, Baustellen-Banner vermutlich in gleicher Anzahl wie angelegte Seiten, die großartigsten und ruchlosesten Kombinationen was Hintergrund- und Textfarbe angeht… Ich habe mich am Sonntagabend auch von meiner alten Seite dort verabschiedet.
BTW. Den schönsten Tribut an GeoCities gab es gestern auf xkcd.com. Die Seite sah gestern nämlich so aus:
Aber, allen die jetzt in Wehmut versinken sei gesagt: Nicht alles ist verloren.
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Außer dem Angebot von STRATO an die GeoCities-Kunden, die alten Seiten zu übernehmen, hat sich – neben
archive.org – bereits kurz nach der Bekanntgabe des Löschvorhabens seitens Yahoo eine Gruppe
wildgewordener privater Webarchivare gefunden, die es sich zur
Aufgabe gemacht haben, Artefakte aus der Frühzeit des Web zu erhalten. Sprich, so viele GeoCities-Seiten wie möglich zu sichern. Laut
futurezone.orf.at ist leider nicht klar, ob und inwieweit ihnen das geglückt ist. Man wisse nicht, ob man 10, 80 oder 99 % der Daten gerettet habe, meint der Initiator des privaten Archive Team Jason Scott. Yahoo sei zu einer ungefähren Angabe das Datenvolumen von GeoCities betreffend nicht bereit gewesen. Auch sonst scheint Scott viel Spaß bei der Kommunikation mit Yahoo gehabt haben. Sein Blogeintrag
“Geostupid” spricht da eine ziemlich deutliche Sprache.

Ich schlage vor, ihr schaut einfach mal bei Mr.Scott vorbei:
http://ascii.textfiles.com/
Und ich reihe mich derweil in die Liste der unzähligen Nachrufe auf ein Stück Internetgeschichte ein:
Rest in peace, GeoCities! Tschüss!
J.
[Quellen:
http://futurezone.orf.at/stories/1630336/
http://www.golem.de/0910/70706.html]
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