Gratis-Comic-Tag 2010
Posted on Mai 8th, 2010 at 10:36 am by jaffa

Heute ist übrigens Gratis-Comic-Tag. Dreißig Comics wurden eigens produziert und zumindest einen davon darf man sich bei einem der Comichändler aus dieser Liste aussuchen:

http://www.gratiscomictag.de/shops

In Hamburg sind es immerhin 6 Läden, die man heimsuchen kann. Also noch schnell auf, Gratis-Comics abgreifen!

Mehr Infos: http://www.gratiscomictag.de/

J.


Mein Leben als Schriftsteller
Posted on März 17th, 2010 at 5:33 pm by jaffa

Beim Cynxpire über einen äußerst instruktiven Link gestolpert:
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32982

Find’ ich gut. Hier der erste Entwurf für den Klappentext meines nächsten Bestsellers:

“Lebte in einer Höhle am Waldesrand und einer Wäschekammer in Hamburg. Arbeitete u.a. als Rollenspielmonster und Spielerquälerin, am Bau, als Qualitätsjournalistin und umsonst.
Wurde von einer Muse mit vorgehaltener Waffe zum Bloggen gezwungen.
Verlangte für ihr Erstlingswerk einen Preis von 3,50 Euro. Nach Erhalt der Siegerurkunde im Wortjonglieren wird sie ihr Leben ganz dem Schreiben widmen.”

Oder so.
J.


Leseempfehlungen, 23-12-2009
Posted on Dezember 23rd, 2009 at 8:10 pm by jaffa

Zwei Links möchte ich Euch so kurz vor den Feiertagen noch ans Herz legen.
Und zwar, erstens

Schlossblicks Beitrag zu den “Aussichten auf eine Oldschool-Renaissance (auf dem Rollenspielmarkt) in Deutschland”:
http://schlossblick.wordpress.com/2009/12/04/aussichten-auf-eine-oldschool-renaissance-in-deutschland
Nehmt Euch die Zeit, den Artikel vollständig zu lesen!

Und zweitens

eine Leseempfehlung, die keine ist. Nämlich ein kleines Videointerview mit Herrn Stephen Fry – “The Importance of Unbelief”:
http://bigthink.com/stephenfry/the-importance-of-unbelief
Auf der Seite finden sich noch viel mehr sehr schöne kleine Beiträge mit ihm!

Viel Vergnügen!
Grüße an alle!
J.


FINCH
Posted on Oktober 23rd, 2009 at 7:55 pm by jaffa

Über die Arbeit von Jeff VanderMeer kann ich im Grunde gar nichts sagen. Noch habe ich keines seiner Bücher gelesen. Für sein neuestes Werk “Finch” hat VanderMeer aber eigens einen Soundtrack erstellen lassen, über den ich kürzlich gestolpert bin. Und der klingt so schön dunkel, pessimistisch und z.T. “hardboiled”, dass ich, während ich zuhörte, gleich nach einer kurzen Inhaltsangabe zu “Finch” zu suchen begann.
Gemacht wurde die Buchmusik von der amerikanischen Indie-Band “Murder by Death”, die für ihre Konzeptalben ja bekannt sind. Kommentar der Band zum Buch: “The book reminds us of Bladerunner- with spore-faced bad guys. Bitchin’.”
Wie sich das anhört? Bitte sehr:

 

<a href="http://murderbydeath.bandcamp.com/album/instrumental-soundtrack-to-the-book-finch">Finch&#8217;s Theme by Murder By Death</a>

http://murderbydeath.bandcamp.com/

 

Und darum geht’s (grob):

Eine seltsame, unterirdisch lebende Spezies, genannt “the gray caps”, hat die Herrschaft in dem zusammengebrochenen Staat Ambergis übernommen. Seither unterliegt der Staat dem Kriegsrecht. Die Einwohner Ambergis’ werden von den neuen Herrschern mittels Drogen und willkürlichem Terror unter Kontrolle gehalten; der Widerstand ist zerschlagen und die Rebellen zerstreut. Die “grey caps” lassen die Menschen wie Sklaven am Aufbau zweier mysteriöser Türme arbeiten.
Dies ist die Welt von John Finch, einem Detektiv, der allein mit einer Katze und einer Eidechse lebt. Nun muss Finch für seine Herren einen Doppelmord aufklären, während er gleichzeitig versucht, Kontakt zu den Rebellen aufzunehmen. Nichts ist wie es scheint, und Finch hat gut zu tun, um zusammen mit seinem kaputten Partner Wyte den Weg durch ein Milieu der Täuschung zu finden.

FINCH bei amazon.com

 

Auf VanderMeers altem Blog findet sich auch ein kleiner Auszug aus dem Buch:
http://vanderworld.blogspot.com/2007/01/finch-excerpt.html

Viel Vergnügen!
J.


Edgar Allan Poe, January 19, 1809 – October 7, 1849
Posted on Oktober 8th, 2009 at 12:48 pm by jaffa

Raven Driftwood
Photo: Junichi Ota @flickr. CC 2.0-BY-NC-ND.
“I became insane, with long intervals of horrible sanity.”

 

Zum 160. Todestag von Edgar Allan Poe kann und will ich Euch nur (einmal wieder) Poes Werk ans Herz legen.
Lest Poe!

Zu diesem Zweck hier drei empfehlenswerte Online-Quellen:

- The Edgar Allan Poe Digital Collection der Universität von Austin.

- Nevermore: The Edgar Allan Poe Collection of Susan Jaffe Tane, Cornell University. Eine wirklich sehenswerte Online-Ausstellung!

- The Edgar Allan Poe Society of Baltimore.

 

Es gibt auch eine viel gelobte Hörspiel-Reihe “Edgar Allan Poe” mit Ulrich Pleitgen und Iris Berben als Sprechern und Intros von Christopher Lee, leider nicht kostenlos (pro Ausgabe 7,95 Euro). Sehr schöne Cover-Art auch, nämlich Bilder von Simon Marsden. Wer prüfen möchte, ob sich die Investition lohnt, findet unter

http://www.poe.phantastische-hoerspiele.de/

kostenlose Hörproben.

Grüße von
J.


We’re all mad here
Posted on September 12th, 2009 at 9:28 pm by jaffa

Gestern am späten Nachmittag bin ich aufgewacht und wusste nicht, welcher Tag ist. Nicht, dass das sonderlich bemerkenswert wäre. Es hätte mich auch nicht gewundert, wenn ich mit dem Kugelschreiber in der Rechten und dem TippEx-Roller in der Linken aufgewacht wäre und beim Aufsetzen laut “Beschlossen und verkündet” gerufen hätte.
Was mich viel mehr irritierte war, dass ich mir sicher war, kurz zuvor noch in einem dunklen Zimmer mit Holzvertäfelung gesessen zu haben, zusammen mit einer Handvoll Leute, die ich nicht kannte und die, bewacht von einer Art Hausdrachen in Bluse und buntem Rock, über irgendwelchen Zetteln hingen und arbeiteten. Das heißt, ich selbst saß gar nicht, ich stand – weil ich allein nämlich keinen Aufgabentext bekommen hatte. Und genau das versuchte ich dem Hausdrachen klar zu machen. Der aber war der Meinung, man hätte mir ein Exemplar zugeschickt, ganz sicher und bestimmt. Nachdem ich ihr mit Nachdruck erklärt hatte, dass ich, ganz sicher und bestimmt, keinen Aufgabentext bekommen hätte und ich jetzt endlich auch mit der Klausur beginnen wolle, setzte sie sich seufzend in Bewegung.
Nach ein paar Minuten kam ein grauer Mann herein und übergab dem Drachen einen braunen Umschlag. Sie gab ihn an mich weiter. Ich öffnete ihn, zog das Papier heraus und starrte auf den Text. Die Gemütslage, in die mich der Blick auf das Papier versetzte, lässt sich im Nachhinein irgendwie schwer beschreiben. “Das ist eine Soziologiearbeit”, sagte ich zu dem Drachen. “Und sie ist über Alice im Wunderland”. Der Drache sah mich über den Rand ihrer Brille an. “Und?”

In dem Moment bin ich aufgewacht. Überflüssig zu sagen, dass ich nie Soziologie studiert habe. Wollte ich auch nie. Down the Rabbit Hole, through the Looking-Glass. Vielleicht sind die Gebrüder Grimm auf ähnliche Weise schließlich zum Märchen schreiben gekommen. 2 Wochen Klausuren.
It messes with your mind.

 

Alice’s Adventures in Wonderland, by Lewis Carroll

J.


The Machine Stops
Posted on September 7th, 2009 at 4:15 pm by jaffa


The Machine Stops from Reel 13 on Vimeo.
Directed by the Freise Brothers.

“Deep under the surface of the Earth, the Machine feeds us, clothes us, shelters us. And then one day… it stops.”

Nach der Kurzgeschichte von E.M. Forster “The Machine Stops”, erstmals veröffentlicht 1909.
Online lesen:
http://manybooks.net/pages/forstereother07machine_stops/0.html

J.


Gaiman liest Doctorow
Posted on August 13th, 2009 at 5:36 pm by jaffa

Neil Gaiman liest Cory Doctorows Kurzgeschichte “The right book” auf der WorldCon 2009. Ihr müsst den Ton recht laut aufdrehen, ist sonst ziemlich schwierig zu verstehen, fürchte ich.



Grüße,
J.


bambus
Posted on Juli 17th, 2009 at 11:10 pm by jaffa

bambus.jpg
Photo: Patrick Rioux. CC 2.0, some rights reserved.

“If you wish to understand yourself,
you must succeed in doing so in the midst
of all kinds of confusions and upsets.
Don’t make the mistake of sitting
dead in the cold ashes
of a withered tree.”
~Emyo
from The Pocket Zen Reader.


Eintrag für den 29.Mai 2009
Posted on Mai 29th, 2009 at 10:19 am by jaffa

deepblue.jpg
Photo: shockmotion. CC 2.0, some rights reserved.

 

>>Mit Widerstand sind nicht Mauern und Zäune gemeint;
Durchlässigkeit bedeutet nicht offener Raum.

Wenn Du über dieses Verständnis verfügst,
dann sind Geist und Materie ihrem Wesen nach eins.<<

Zixin

 

aus “Zen – Worte großer Meister”,
herausgegeben von Thomas Cleary.

J.

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